Bei Nacht und Nebel

Heute hat es der Boden endlich erlaubt Löcher in den Garten zu graben. Zum einen konnte ich nun die beiden Ratten begraben, die bereits seit einigen Tagen tiefgefroren auf der Terasse standen. Außerdem habe ich meinen riesigen Pferdeknochen beerdigt. Ich werde ihn in ein paar Monaten wieder ausgraben und hoffe, dass die Natur ihn bis dahin etwas entfettet hat und die ekeligen schleimigen Reste dann verschwunden sind. Das Ding soll nämlich eine wunderschöe Knochenkeule für meine Orkschamanin Mokka werden.
Das Graben im dunkeln hatte etwas sehr verwegenes. Abends allein im Garten mit Taschenlampe Knochen zu vergraben und Gräber auszuheben, ließ mich wie eine Mörderin fühlen. Naja, zumindest fühlte sich das irgendwie verboten an, fragt mich nicht wieso.


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